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letzte Woche in Neuseeland

Erholen vom Stress der letzten Monate...
Wie kann man eine 2-monatige Reise am besten ausklingen lassen, als auf ner Schaffarm, fernab der Zivilisation? Onuku Farmhostel, Akaroa war die Topadresse dafür. Ich reiste mit Essen für eine ganze Woche an, richtete mich ein und fühlte mich sofort wohl. Das Hostel liegt versteckt auf nem Hang, verborgen im grünen Dickicht, wo Palmen, Farne, Eukalyptusbäume und Co um die Wette wuchern. Trotzdem hat man von allen Ecken und Enden einen tollen Blick auf den türkisfarbenen Pazifik. Sogar vom Herd aus (Küchenfenster). Hier und da gibt es Hängematten zum Relaxen. Und wer so tierlieb ist wie ich, geht mit den Delfinen schwimmen, besucht Pinguine an einer einsamen Bucht und kuschelt mit Schafen. Traumhaft. Aber jeder Traum geht mal zu Ende. Morgen verlasse ich Neuseeland und falle in die Südsee ein. Noch mehr Sonnenschein. Noch mehr atemberaubende Aussichten. Noch mehr Palmen. Noch blaueres Meerwasser. Noch mehr Delfine? Mal schauen.

Bitte nicht nervoes werden, wenn die naechsten 3 Wochen kein Lebenszeichen kommt. Vielleicht haben die kleinen Inseln weder Internet noch Handyempfang. Und ausserdem...hab ich endlich Ferien und Zeit zum Nixtun.
9.2.08 05:46


30. - 31. Januar 2008

2 Tage Fotosafari im Nelson Lake Nationalpark...
Nach einer kleinen Verschnaufpause in der Zivilisation, in St. Arnaud, ging es auf die nächste Hüttenwanderung zum Lake Angelus. Wenn bisher alles super war, was ich belaufen oder bestiegen habe in Neuseeland, diese Wanderung war noch besser. Liessen uns mit dem Wassertaxi zum Ende des See Rotoiti fahren und starteten durch den tiefen Wald, einem Gebirgsbach entlang. Mittlerweile wusste ich auch schon, wann ich wie in die Kamera lächeln musste. Landschaftlich wurde vieles geboten. Die letzten 500 Höhenmeter ging es auf allen Vieren hoch. Das weckte meinen Abenteuerinstinkt. Je näher wir der Hütte kamen, desto unfreundlicher wurde das Wetter. Aber die Aussicht auf ein warmes Essen, ner heissen Tasse Tee, einem Bad unterm Wasserhahn sowie einem flauschigen Schlafplatz in der Hütte, liess uns durchhalten. Doch was war dasssssss? Die Hütte, welche 36 Betten fasste, war overcrowded. Mehr als 50 Menschen lungerten zusammengekauert herum. Ein Wirrwarr aus stinkenden Wanderschuhen, triefenden Wanderhemden, Kochgeschirr auf Bunsenbrennern und verschiedenen Sprachen (also die Deutschen sind aber auch überall!) quoll uns entgegen. Das haben wir nun wirklich nicht verdient. Zum draussen schlafen war es zu feucht und kalt. Ausserdem haben wir absichtlich das Zelt im Auto gelassen gehabt. Was blieb uns anderes übrig, als die Nacht auf unseren Isomatten unterm Küchentisch zu verbringen.

Da ich unter diesen Umständen gar keine Lust auf Ausschlafen verspürte, machten wir uns am nächsten Tag früh auf den Weg, um am nahegelegenen See Sonnenaufgangsfotos zu machen. Kehrten gegen 8 Uhr zur Hütte zurueck (als die Meute schon aufgebrochen war) und genossen in Ruhe unser Müsli mit Milchpulver. Bei strahlendem Sonnenschein, einigen Fotosessions und vielen Pausen (mit fantastischer Aussicht) bahnten wir uns den Weg zurück, ueber Mt. Roberts, zum Lake Rotoiti.
2.2.08 05:27


27. - 29. Januar 2008

3 Tage Fotosafari im Kahurangi Nationalpark...
Nun denk einer an lockeren Walk durch hügeliges Gefilde mit vielen Pausen zum Verschnaufen, während ein geschäftiger Fotograf seiner Leidenschaft frönt. Falsch gedenkt. Es wurde natürlich nicht irgendein Hügel bestiegen, sondern der höchste Berg im Nationalpark: Mt. Owen. Das brauchte 2 Tage um da hochzukommen. Jeden Tag über 1'000 Höhenmeter, mit Essen, Sachen, Schlafanzug und Fotoausrüstung fuer 3 Tage auf dem Buckel. Die 1. Nacht verbrachten wir in einer kleinen 6-Betten-Hütte im Ghost-Valley. Ja, ausser uns und die Geister war wirklich keiner dort. Traumhaft. Hatten sogar Rotwein dabei. Wenn schon Rückenweh vom Schleppen, dann doch so richtig. Kochten Curry Couscous aufm Bunsenbrenner und heizten den kleinen Ofen ein. Na schöner kann man ja einen Tag in den Bergen nicht ausklingen lassen.

Es wurde nicht lang ausgeschlafen, sondern nach dem Verspeisen der Reste des Vorabends zum Frühstück, lag der eigentliche Aufstieg auf Mt. Owen vor uns. Das Ziel war der Gipfel, wo wir dann zelten werden. Füllten unsere Wasserflaschen mit Seewasser und kletterten das Karstgestein entlang. Unentwegt wurden Fotos gemacht. Ich hatte dabei keine so leichte Aufgabe...ich musste immer die leidenschaftliche Wanderin in den Fotos mimen. Dabei ist doch Posen gar nicht so meine Sache. Kamen gegen Nachmittag aufm Gipfel an, bauten das Zelt auf und genossen die Aussicht. Jeder machte Fotos. Meine sind auch nicht von schlechten Eltern, musste sogar ein Fotograf zugeben. Und manche Motive hatte ich zuerst entdeckt (muss mal gesagt sein). Gegen Abend zogen Wolken und Wind auf. Überlegten kurz, alles abzubrechen und runter ins Tal zu springen. Aber das wär eh zu spät gewesen. Wir riskierten es und blieben die Nacht aufm Gipfel. Bei 5 Grad kam ich da mit meinem Sommerschlafsack nicht weit. Gott sei Dank lag neben mir nicht nur ein Fotograf sondern auch ein Gentleman.

Die Nacht war gut überstanden und die Morgenstimmung entschädigte fuer das Frieren (also ich fror ja nicht). Der Abstieg war nicht nur landschaftlich ein Highlight, sondern auch für die Knie. Nur ein anschliessendes Bad im kalten Gebirgsbach versprach Linderung. Herrlich.
31.1.08 05:02


21. - 22. Januar 2008

2-Tages-Wanderung Mt. Somers...
Komisch, der Gruppenkolla will sich einfach nicht einstellen. Wir verstehen uns viel zu gut. Hinzukommt, dass wir endlich wieder mein liebgewonnenes Rivercrossing machen. Statt einen normalen, mit Moos gepolsterten Waldweg zu nehmen, wagten wir uns durch einen oft hüfthohen Fluss. Dann 400 Höhenmeter über einen Steilhang nach oben. Aber es wurde nicht gemeckert, sondern genossen. Schliesslich ging jetzt die letzte meiner grossen Wandertouren zu Ende. Und daheim würde ich sowas nie wagen. Bei unserem letzten Abend auf der Hütte kochten wir Tortilla und Paella. Megalecker. Aber auch megatraurig, dass unsere gemeinsame Reise nun vorbei ist.

In Christchurch trafen wir uns alle am Abend zum Essen - man hat sich kaum wiedererkannt - in zivil und frisch gewaschen. Auch von Birte muss ich nun endlich, ich meine endgültig Abschied nehmen. Ich werde nun bis Ende Monat mit einem neuseeländischen Naturfotografen (wie ich finde, den besten) in 2 Nationalparks (Kahurangi NP, Nelson Lakes NP) wandern gehen und Fotos machen. Ich werd ihm dabei mal ein paar Tips geben. Grins. Nein, ich hoffe, dass ich ganz viel lernen kann, wie man richtige Fotos macht.
26.1.08 06:08


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